Worauf Du bei der Auswahl des richtigen Firmen-Kickers achten solltest.

 

1. Stabilität:
Wenn für die Arbeit ein Kickertisch angeschafft werden soll, bedeutet das, dass 4 erwachsene Menschen an den Stangen drehen. Damit der Kickertisch dies aushält, ist es wichtig sich hier für einen stabilen Kickertisch zu entscheiden. Dieser sollte mind. 90 kg. auf die Waage bringen, damit er stabil steht. Um Unebenheiten des Bodens auszugleichen, sind höhenverstellbare Füße notwendig.

2. Material:
Die Stabilität hängt jedoch nicht nur vom Gewicht, sonder auch vom Zusammenspiel des Materials und der Montageart des Kickers ab. Kickertische werden in der Regel aus Holz, gefertigt. Jedoch gibt es hier viele Unterschiede.

  • 2.1 Das vermeidlich hoch bewertete „Echtholz“ ist zwar wunderschön, jedoch nicht für einen Kickertisch zu empfehlen. Holz ist ein lebendiger Rohstoff und arbeitet auch nach der Verarbeitung weiter. Dies sorgt dafür, dass sich Dein Kickertisch mit der Zeit verzieht und sich die Spieleigenschaften verändern und damit verschlechtern werden.
  • 2.2 Die meisten Kickertische werden aus mitteldichter Faserplatte (kurz MDF) hergestellt. Ein Material, welches aus gepressten Nadelholzfasern besteht und sich sehr exakt verarbeiten lässt. Auf Grund der geringeren Festigkeit von MDF, werden diese Tische nicht verleimt oder verschraubt, sondern gesteckt und mit Gewindestangen zusammengehalten.
    Da MDF letztendlich auch Holz ist, hat es die Eigenschaft Wasser aus der Luft zu ziehen, was auch hier dazu führt, dass sich dieses Material verzieht bzw. mit der Zeit weicher wird, was wiederrum Auswirkungen auf die Spieleigenschaften hat. Entgegenwirken lässt sich dem, durch Nachziehen der Gewindestangen, wodurch sich mit der Zeit jedoch das Spielfeld wölbt.
  • 2.3 Die besten Eigenschaften zur Verarbeitung eines Kickertisches bieten die altbekannte Tischlerplatte und das hochwertige Multiplex. Beide Materialien sind normierte Materialien, was eine gleichbleibende Qualität bei der Produktion ermöglicht. Sie sind extrem Formstabil durch ihre mehrfachen Lagen an querverleimten Holzschichten. Multiplex bietet zusätzlich den Vorteil des deutlich höheren Eigengewichts (+ zusätzliche Stabilität) und das die Kanten des Holzes eine sehr schöne Maserung haben und sie daher gerne offengelegt werden. Beide Materialien lassen sich sehr gut verleimen, wodurch im Zusammenspiel mit Dübeln die stärkste Verbindung für einen Kickertisch entsteht.

3.Bezeichnung „Turnier-Tisch“ oder „Profi-Kicker“:
Vorsicht bei der Bezeichnung „Turnier-Tisch“ oder „Profi-Kicker“. Beide Begriffe sind nicht geschützt und werden daher gerne für die Vermarktung von Kickertischen jeglicher Qualität verwendet.

4. Beleuchtung:
Um maximalen Spaß am Kickertisch zu haben, ist eine gute Beleuchtung sehr wichtig. Ist dies nicht gegeben, ist der Spielverlauf oft nur schwer zu verfolgen oder eine Seite wird bei wechselndem Licht benachteiligt. Für Menschen mit schlechterem Sehvermögen ist es meist schwierig einem schnellen Ball bei schwacher Beleuchtung zu folgen, ohne dabei Anstrengung zu empfinden.
Auch hier haben einige Hersteller schon teils gute Lösungen präsentiert. Die meisten dieser Lösungen sind Stromsparende LED Lampen, welche am Kickertisch befestigt werden und über das Spielfeld ragen. Dies sorgt für eine gute Ausleuchtung, bringt jedoch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil mit sich. Tischfußball ist gerade deshalb so beliebt bei uns Menschen, weil der Tischkicker eine authentische Begegnungsstätte bietet, in der wir uns auf Augenhöhe begegnen, fern ab von allen Hierarchien. Eine Lampe, genau auf dieser Augenhöhe stört diese Art der Begegnung in gewissem Maße. Ein Licht von der Decke oder bestenfalls direkt im Tisch sind hier für den Spieler und die Wirkung des Spiels die deutlich schönere Lösung.

5. Montage bei Ankunft:
Oft kommt es zu Überraschungen bei der Lieferung des Kickertisches ins Büro, da bei Bestellung nicht darauf geachtet wurde, in welchem Zustand der Kicker geliefert wird. Aus logistischer Sicht ist es kaum möglich einen komplett montierten Kickertisch zu verschicken, deshalb werden viele Tische in Einzelteilen verschickt. Sofern man motivierte und handwerklich begabte Mitarbeiter im Unternehmen hat, stellt dies kein weiteres Problem dar. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, verzweifelt man schnell und die Vorfreude auf den Kickerspaß erhält schon zu Beginn einen Dämpfer. Bestenfalls achtet man schon bei der Bestellung darauf, ob der Hersteller dies bedacht hat oder ob es Möglichkeiten der Montage vor Ort gibt.

6. Flexibilität – schneller Auf- und Abbau:
Ein Kickertisch benötigt ca. 6qm aktive Aktionsfläche. Oft wird dies unterschätzt, weshalb dieser abseits vom Spielbetrieb teils im Weg steht oder für gewisse Anlässe weichen soll. Da Kickertische in der Regel zum Spielen gebaut sind und nicht für den schnellen Auf- und Abbau, entstehen hier gewisse Herausforderungen. Ein komplett montierter Kickertisch misst eine Breite von 130cm (längste Stange) und passt somit nicht durch eine Handelsübliche Türe.
Bedarf es einer Demontage, gilt es die Beine, Stangen und ggf die alle Figuren zu entfernen. Dies fordert jedoch schnell mal 30-45min und selbes auch wieder für den Aufbau.
Wenn eine mobile Lösung gefordert ist, gilt es dies bei der Wahl des Tisches zu berücksichtigen.

7. Spieleigenschaften:
Es gibt unzählige Kickertische mit unzähligen Spieleigenschaften. Jeder spielt sich anders und manche sogar mit gravierenden unterschieden. Dies hängt fast ausschließlich vom Herzstück eines jeden Kickers ab – der Spielfigur.
Wenn man sich erstmal an die Eigenschaften eines Kickers gewöhnt hat, fällt der Wechsel oft nicht leicht. Deshalb gilt es darauf zu achten, welche Spieleigenschaften der Kickertisch mit sich bringt.

8. Nachhaltigkeit:
Auch hier steht das Prädikat „made in Germany“ für höhere Qualität, regionale Produktion und kürzere Logistikwege.

9. Über den Kickertisch hinaus:
Was war gleich noch mal der Grund warum man sich einen Kickertisch anschaffen wollte?

  • Seinen Mitarbeitern kleine Pausen fürs Gehirn zu bieten um anschließend wieder fokussierter an die Arbeit zu gehen?
  • Die Stärkung des Employeer Brandings, indem man sich attraktiver für neue Mitarbeiter macht und sich als innovatives Unternehmen präsentiert?
  • Eine Begegnungsstätte schaffen, um die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander zu stärken?

Gründe gibt es zahlreiche. Oft ist jedoch die Hoffnung, dass der Kickertisch allein schon alles regelt. Will man sich hier nicht auf sein Glück verlassen, holt man sich Beratung von den Menschen, die sich tagtäglich mit dem Thema beschäftigen, denn ein Kickertisch bietet sehr viel Potential.
Bspw. gibt es mittlerweile:

  • Eine online Kickerschule um die persönlichen Skills der Mitarbeiter zu fördern und somit auch die Bindung an das Unternehmen.
  • Apps mit denen man im Handumdrehen eine eigene Büro-Liga organisieren kann und somit die Mitarbeiter über den Kickertisch wieder in echte Begegnung bringt und darüber das Teamgefüge stärkt.
  • Firmenübergreifende Teambuilding- und Netzwerk-Events am Kickertisch, an welchen man als FirmenTEAM aktiv teilnimmt, um andere Firmen kennenzulernen und den eigenen Teamzusammenhalt zu fördern.
  • Internes „get together“ mit Wettbewerbscharakter – warum nicht mal eine aktive Firmenfeier

BONUS: Anschaffung und Wartung:
Gute Tischkicker kosten gutes Geld, was bei der richtigen Wahl des Tischs aber auch gut investiert ist. Zum einen, weil man an einem hochwertigen Kickerkasten deutlich mehr Freude hat als an einem einfachen, zum anderen, weil der Werterhalt von hochpreisigen Tischen sehr stabil ist, da sie auch nach 5-10 Jahren immer noch sehr gut in Schuss sind und man nur ab und zu ein paar Verschleißteile austauschen braucht.

Wer sich nicht um die Wartung des Kickers kümmern mag und es vielleicht auch nicht mag das der Kickertisch über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben wird, kann neuerdings auch zum Leasing greifen. Dies bietet gleich mehrere Vorteile.

  • Hohe Liquidität durch geringe monatliche Raten.
  • Sofortige Betriebsausgabe, die zu 100% auch als diese gewertet wird und somit einen Steuervorteil bringt.
  • Übernahme der Wartungsarbeiten durch den Leasingpartner.
  • Einfacher Austausch des Kickerkasten, bei defekt oder Ablauf der Leasingdauer.